01
Absperrklappe / Drehklappe
EN: Butterfly Valve · IT: Valvola a farfalla
Eine Absperrklappe — auch Drehklappe genannt — sperrt Produktströme über eine um 90 Grad drehbare Klappenscheibe ab. In der Pulververarbeitung trennt sie Behälter, Rohrleitungen und Prozessstufen zuverlässig voneinander. GMP-gerechte Ausführungen setzen auf totraumarme Konstruktion, elektropolierte Kontaktflächen aus AISI 316L und vollständig demontierbare Dichtungen. Damit lässt sich die Klappe rückstandsfrei reinigen und validieren — entscheidend für Pharma-, Chemie- und Lebensmittelprozesse mit häufigem Produktwechsel.
02
Zellradschleuse
EN: Rotary Valve · IT: Valvola rotativa
Die Zellradschleuse trägt Pulver und Granulate dosiert aus Silos, Behältern oder Filtern aus. Ein rotierendes Zellenrad übergibt das Produkt portionsweise und entkoppelt dabei zwei Prozessräume mit unterschiedlichen Druckniveaus — etwa beim Eintrag in eine pneumatische Förderleitung. In GMP-Umgebungen kommen totraumarme Ausführungen mit polierten Oberflächen und schnell zerlegbarer Konstruktion zum Einsatz, damit Reinigung und Inspektion ohne Werkzeug möglich sind.
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Pulverdosierung
EN: Powder Dosing · IT: Dosaggio polveri
Pulverdosierung bezeichnet das exakte Zuteilen pulverförmiger Rohstoffe in einen Prozess — volumetrisch über Schnecken- oder Zellradsysteme oder gravimetrisch mit Waagen-Regelkreis. In der Pharma- und Lebensmittelproduktion entscheidet die Dosiergenauigkeit direkt über Rezepturtreue und Chargenqualität; GMP verlangt zudem eine lückenlose Dokumentation jeder Zugabe. Moderne Dosiersysteme kombinieren deshalb präzise Mechanik mit reinigungsgerechtem Design und reproduzierbarer Steuerung — von der Wirkstoffzugabe bis zur kontinuierlichen Extruder-Beschickung.
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Pulverförderung / Pulverhandling
EN: Powder Handling · IT: Movimentazione polveri
Pulverhandling umfasst alle Schritte im Umgang mit pulverförmigen Produkten: Austragen, Fördern, Dosieren, Befüllen und Entleeren. Ziel ist ein geschlossener Produktfluss vom Rohstoff bis zur Abfüllung — ohne Staubfreisetzung, Entmischung oder Kontamination. In GMP-regulierten Prozessen kommt die Anforderung hinzu, jede produktberührte Komponente reinigbar und validierbar auszuführen. Zuführsysteme verbinden die einzelnen Prozessstufen und sorgen für einen kontrollierten, unterbrechungsfreien Materialfluss.
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Klumpenbrecher
EN: Lump Breaker / Crusher · IT: Rompigrumi
Ein Klumpenbrecher zerkleinert Agglomerate, die beim Lagern, Transportieren oder Verdichten von Pulvern entstehen — etwa durch Feuchtigkeit oder Druck im Big Bag. Rotierende Brechwerkzeuge lösen die Klumpen schonend auf, bevor das Produkt in Dosier- oder Förderstufen gelangt. Das sichert eine gleichmäßige Schüttdichte und verhindert Blockaden. Mit dem HR Crusher hat CO.RA. einen hygienischen Klumpenbrecher entwickelt, der sich für GMP-Anwendungen werkzeuglos zerlegen und reinigen lässt.
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Pneumatische Förderung
EN: Pneumatic Conveying · IT: Trasporto pneumatico
Bei der pneumatischen Förderung werden Pulver und Granulate im Luft- oder Stickstoffstrom durch geschlossene Rohrleitungen transportiert — als Saug- oder Druckförderung, im Dünn- oder Dichtstrom. Der geschlossene Aufbau schützt Produkt und Umgebung gleichermaßen: keine Staubemission, keine Fremdkontamination. Damit ist das Verfahren Standard in Pharma-, Chemie- und Lebensmittelanlagen. Komponenten wie Zellradschleusen und Absperrklappen bilden die Schnittstellen zwischen Förderleitung und Prozess.
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Containment / Pulverrückhaltung
EN: Powder Containment · IT: Contenimento polveri
Containment bezeichnet Maßnahmen, die das Austreten von Produktstaub an Übergabestellen verhindern — zum Schutz der Bediener vor hochaktiven Wirkstoffen und zum Schutz des Produkts vor Kontamination. Die Anforderungen werden über OEB-Klassen beziehungsweise OEL-Grenzwerte definiert. Technisch wird Containment über geschlossene Systeme, dichte Absperrorgane und containment-gerechte Ventiltechnik an Befüll- und Entleerstellen realisiert. In der Pharmaproduktion ist es fester Bestandteil des Anlagen-Designs.
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CIP/SIP
Cleaning in Place / Sterilisation in Place
CIP (Cleaning in Place) und SIP (Sterilisation in Place) bezeichnen die Reinigung und Sterilisation von Anlagenkomponenten ohne Demontage: Reinigungsmedien oder Reindampf durchströmen das geschlossene System nach validierten Programmen. Voraussetzung ist eine totraumarme Konstruktion mit definierten Oberflächengüten, selbstentleerenden Geometrien und geeigneten Dichtwerkstoffen. CIP/SIP-fähige Komponenten verkürzen Stillstandszeiten erheblich und machen Reinigungsergebnisse reproduzierbar — eine Kernanforderung der GMP-Validierung, die bereits im Engineering entschieden wird.
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Silikonventil
EN: Silicone Valve · IT: Valvola in silicone
Ein Silikonventil dichtet über Dichtelemente oder Formteile aus platinvernetztem Silikon ab — einem Werkstoff, der FDA-konform und nach USP Class VI qualifiziert ist. Silikon schmiegt sich auch an feinste Pulverpartikel an und dichtet zuverlässig, ohne das Produkt zu scheren. In Pharma-Anwendungen kommen Silikonventile daher an Produktübergabestellen zum Einsatz, an denen sanfte Abdichtung, Reinigbarkeit und dokumentierte Werkstoffkonformität gefordert sind. Die Dichtelemente sind Verschleißteile und lassen sich einfach tauschen.
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Pharmaventil / Hygieneventil
EN: Pharmaceutical Valve · IT: Valvola farmaceutica
Pharmaventil ist der Sammelbegriff für Absperrorgane, die nach den Regeln des Hygienic Design konstruiert sind: totraumarme Strömungswege, elektropolierte Oberflächen mit definierter Rauheit, spaltfreie Dichtungen und vollständige Materialrückverfolgbarkeit mit 3.1-Zeugnissen. Hinzu kommt die Qualifizierungsdokumentation (IQ/OQ) für die GMP-Validierung. Ob Absperrklappe, Zellradschleuse oder Sonderventil — entscheidend ist, dass jede produktberührte Fläche reinigbar, inspizierbar und dokumentiert ist.
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Chemieventil
EN: Chemical Valve · IT: Valvola chimica
Chemieventile sind Absperrorgane für aggressive, korrosive oder lösemittelhaltige Medien. Im Mittelpunkt steht die Werkstoffauswahl: hochlegierte Edelstähle, Hastelloy oder Sonderlegierungen für produktberührte Teile sowie chemisch beständige Dichtwerkstoffe wie PTFE oder FFKM. In explosionsgefährdeten Bereichen kommen ATEX-konforme Ausführungen zum Einsatz. Anders als reine Industriearmaturen verbinden Chemieventile für Pharma- und Feinchemie-Prozesse Medienbeständigkeit mit reinigungsgerechtem Design — beide Anforderungen müssen im Engineering zusammen gedacht werden.